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Original-Plagiat. Peter Marteaus Unpartheyisches Bedenken
über den unbefugten Nachdruck von 1742

Das Unpartheyische Bedenken (1742) ist die letzte Schrift in einer Reihe von meist polemisch sich gebenden Abhandlungen über Nachdruck und Plagiat im Kontext von Johann Heinrich Zedlers Universal-Lexicon (ab 1731/32). Als eben solche gegen Nachdruck und Plagiat gerichtete Schrift wird das Bedenken dann auch (wenn es überhaupt wahrgenommen wird) seit der in der Goethezeit wieder aufflammenden Diskussion um Genie, Urheber und deren Rechte bis in die heutige juristische Forschung zum Urheberrecht verstanden. Daß sich in der Faktur des Unpartheyischen Bedenkens ein Subtext verbirgt, der diese bislang für bare Münze genommenen inhaltlichen Aussagen in Frage stellt, soll mittels der Neuedition des Bedenkens gezeigt werden.

umschlag

Original-Plagiat. Peter Marteaus Unpartheyisches Bedenken über den unbefugten Nachdruck von 1742. Bd. 1: Quellenkritische Edition. Bd. 2: Stellenkommentar, Glossar. Von Nicola Kaminski, Benjamin Kozlowski, Tim Ontrup, Nora Ramtke, Jennifer Wagner. 687 Seiten, acht Abb., 183 Faksimile-Abb., Hardcover, 49,80 €.

ISBN 978–3–86525–321–7

Inhaltsverzeichnis

Erschienen im November 2013 im Wehrhahn Verlag, Hannover.

Denn das Unpartheyische Bedenken plagiiert nicht nur eine ihrerseits gegen Plagiat und Nachdruck gerichtete Schrift, die Unpartheyischen Gedancken (1733). Es plagiiert außerdem einen Lexikonartikel aus Zedlers Universal-Lexicon von 1740, den Artikel "Nachdruck derer Bücher", der bereits ein Plagiat eben dieser Unpartheyischen Gedancken darstellt. Damit tut dieses denkbar unökonomischste aller Plagiate den Schritt vom plagiierten Original zum originalen Plagiat und spitzt dies in einer regelrecht systematischen Versuchsanordnung zu der Frage zu, wie aus plagiiertem Text originaler Text wird. Die im Wehrhahn Verlag, Hannover, erschienene Edition unternimmt es, diese in der schieren textuellen Performanz sich vollziehende Reflexion von Textproduktionsstrategien in doppelter Darbietung des Unpartheyischen Bedenkens offenzulegen: im Faksimile und in einer die Prätexte buchstabengenau kenntlich machenden Neuedition. Deren (prä)textuelle Resultate werden im Stellenkommentar insbesondere juristisch kontextualisiert sowie in der Einleitung mit Blick auf den systematischen Konnex von Plagiats- und Originalitätsdiskurs in übergreifende Deutungszusammenhänge gestellt.

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